Folg uns
auf Twitter

Photovoltaik Anlage

zwischen dem Jahr 2000 und 2018 ist der Strompreis für Privathaushalte um sagenhafte 111% gestiegen. Der Staat hat daran einen erheblichen Anteil: Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich in dieser Zeit gut verdreifacht.

Es ist kaum verwunderlich, dass viele Verbrauchen nach Möglichkeiten suchen, um Ihre Stromkosten zu reduzieren. Eine Möglichkeit ist das Sparen mit energieeffizienten Haushaltsgeräten, eine andere der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter.

Für Hauseigentümer gibt es auch die Möglichkeit, auf dem Dach eine Solaranlage zu installieren. So lässt sich der Strom für den Eigenverbrauch selbst herstellen oder in die Stromnetz einspeisen. Auf dem Markt gibt es eine Reihe von Modellen, die sich dazu anbieten:

Dachfläche vermieten
Bei spezialisierte Anbietern kann man sein Dach vermieten. Das eignet sich insbesondere für große Dächer, da sich der Betrieb sonst nicht lohnen würde. Vorteil: Um die Installation und den Betrieb kümmert sich ausschließlich der Anbieter, dem Vermieter des Daches entstehen keine Kosten.

Für die Dachfläche zahlt der Mieter eine feste Vergütung. So kann mit stets gleichbleibenden Einnahmen gerechnet werden, auch wenn sich in einem trüben Sommer die Sonne selten von ihren besten Seite gezeigt hat.
Ein weiterer Vorteil: Die Anträge für die Einspeisung des Stroms beim lokalen Elektrizitätswerk und für die Beantragung bei der Bundesnetzagentur übernimmt der Anbieter.

Meist gibt es auch bei diesem Modell die Möglichkeit, anstatt der Mieteinnahmen den generierten günstigen Strom auch direkt selbst zu nutzen.

Solaranlage selber installieren
Geübte Heimwerker können die Installation der Anlage auch selbst übernehmen. Für kleinere Anlagen gibt es dazu Komplettbausätze zu kaufen. Bei größeren, individuellen Anlagen kann mit der Planung und Zusammenstellung der notwendigen Materialien auch ein Fachbetrieb beauftragt werden.

Bei der Installation werden zunächst Montageschienen auf dem Dach montiert und die Solarpanels darauf angebracht. Weiterhin muss ein Wechselrichter installiert werden, der den Gleichstrom aus den Panels in Wechselstrom wandelt.
Soll die Anlage als sogenannte „Inselanlage“ etwa nur eine Ferienhütte versorgen, dann wird zusätzlich ein entsprechend groß dimensionierter Speicher (normalerweise Akkumulatoren) notwendig.

Solaranlagen sind in Deutschland meldepflichtig. Die Anmeldung kann online auf den Seiten der Bundesnetzagentur getätigt werden. Fortan muss der Bundesnetzagentur jährlich auch der erzeugte Strom gemeldet werden.
Darüber hinaus ist eine Vereinbarung mit dem Netzbetreiber für die Einspeisung des Solarstroms erforderlich. Diesem folgt ggf. eine sogenannte Netzverträglichkeitsprüfung – es empfiehlt sich daher dringend, die Vereinbarung vor der Installation der Anlage mit dem Netzbetreiber zu schließen. Grundsätzlich jedoch sind die Netzbetreiber verpflichtet, den Solarstrom abzunehmen.

Wichtig ist, vor der Montage einer Photovoltaik-Anlage den Zustand des Daches zu prüfen. Muss dieses ohnehin saniert werden, kann die Installation der Anlage in „einem Abwasch“ durchgeführt werden. Die Anlage hat dann einen weiteren Vorteil: Die Solaranlage schützt das neue Dach vor Witterung. Die Haltbarkeit einer Solaranlage liegt – je nach Hersteller und Qualität der Bauteile – bei etwa 20 Jahren.

Solaranlage mieten
Wer die hohen Investitionskosten einer Solaranlage scheut, kann sich eine solche Anlage auch mieten. Der Vorteil ist, dass sich der Solardachvermieter um die Wartung und Instandhaltung kümmert. Auch die Installation der Anlage ist fast immer Teil der Angebote.

Im Vergleich zur Dachvermietung ist jedoch von Nachteil, dass nicht mit festen Einnahmen gerechnet werden kann. Denn lässt sich die Sonne nur selten blicken, sinken zwangsläufig die Einnahmen aus der Stromerzeugung. Das wirtschaftliche Risiko liegt hier beim Mieter der Solaranlage.